Schutzzonen

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Der Verein deklariert öffentliche Bereiche als Schutzzonen, in denen bestimmte Handlungen gefordert werden oder unterlassen werden sollen. Dafür wurde ein Straßenschild, welches einem Landschaftsschutzgebietsschild ähnelt, entwickelt. Das Schutzschild dient dem Vergegenwärtigen der urbanen Phänomene im öffentlichen Raum und steht immer mit Interventionen im Zusammenhang. Je nach Intention bekommt das Schild eine neue Aufschrift, die Anweisungen, Unterlassungen, Gebote, Verbote oder auch ironische Fußnoten beinhaltet.

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Am 26.3.2014 wurden die Passanten zu Brieftaubenbeobachtern

Bei dieser Intervention lag der Fokus auf dem Moment des Beobachtens. Die Taube (im speziellen auch Brieftaube) als typisches Stadttier, welches stark polarisiert, sollte mit Hilfe eines Fernglases beobachtet werden. Das Phänomen “Beobachten” im öffentlichen Stadtraum galt hier aber nicht nur der Taube. Das Fernglas stellt ein Hilfsmittel dar, durch das der Beobachter legitimiert wird öffentlich zu beobachten.

Dieses Phänomen wurde auf einem öffentlichen Platz untersucht, der sowohl als Aufenthaltsort als auch als Transitort dient. Das Gerücht hier eine Brieftaube sichten zu können, sollte die Neugier wecken und den Beobachter zum konzentrierten Hinsehen veranlassen.

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IMG_5846_kSchutzzone 02

Am 31.3.2014 wurden die Passanten zu Urban Zen Gardenern

Das Urban Zen Gardening wurde als eine eigene Neuinterpretation des Phänomens „Meditieren“ in einer Interventions – Reihe in Hamburg umgesetzt.

Meditieren ist ein Phänomen, das in seiner ursprünglichen Form im Stadtraum wohl eher selten auftritt, dennoch scheint das Verlangen nach Entspannung und einer Auszeit im Alltag groß zu sein.
Für das Urban Zen Gardening hat der Verein mehrere öffentliche Bereiche durch das Schutzschild zu Schutzzonen ausgerufen. Diese “Geschützten Bereiche” waren dem Entspannen und Meditieren vorbehalten. Die Passanten wurden durch schriftliche Anweisungen zum Urban Zen Gardening aufgefordert.

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IMG_5945Schutzzone 03

Vom 23.0.2014 – 27.72014 wurde während der Jahresausstellung an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel der Innenhof der Hochschule zu einer Grußschutzzone ausgerufen um dem Verlust der Begrüßungsartendiversität entgegenzuwirken.

Begrüßungsartendiversität

Das Grüßen, als Ritual des friedlichen und kommunikativen Zusammenlebens droht in der städtischen Gegenwart mehr und mehr an Bedeutung zu verlieren. Dabei ist vor allem eine Dezimierung der Vielfaltvon Begrüßungsarten zu beklagen. Trotz des breit gefächerten Fundus, der vom traditionellen Knicks über das Augenzwinkern bis hin zur französischen Accolade (angedeuteter Wangenkuss) reicht, beschränkt sich der Städter im besten Fall auf das triviale „Hallo“.

Um dem voranschreitenden Verlust der Begrüßungsartendiversität entgegenzuwirken, ruft der Verein für Freie Stadterforschung punktuelle Grußschutzzonen aus:

Die Betretenden sind aufgefordert Entegegenkommende, Stehende, Sitzende, Liegende, Hockende usw. in angemessener Art und Weise zu Grüßen. Die Wahl der Grußart liegt dabei im eigenen Ermessen. Im Gegenzug sind die Zuerst – Grüßenden zurück zu grüßen. Bei Zuwiderhandlungen haften die Nicht – Grüßenden für ihr Verhalten.

 

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